Schulsanitätsdienst

Unser Schulsanitätsdienst hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt.

Die Schulsanitäter leisten einen wertvollen Dienst an ihren Mitschüler/innen und bilden sich vertieft in Erster Hilfe fort. Dies ist im privaten und beruflichen Bereich später sehr nützlich. Das HG hat inzwischen zwei Erste-Hilfe-Ausbilderinnen (Frau Steck und Frau Schwarz), die die Schulsanitäter ausbilden. Wir suchen jederzeit Schüler/innen, die sich hier engagieren wollen. Das DRK kooperiert mit dem HG. Für alle Klassenstufen werden kostenlose Kurse angeboten, die dann z.B. auch für den Führer-schein gelten.

  • Erste Hilfe bei Unfällen, z.B. im Sportunterricht, im Kunst- oder Werkraum, Chemie- oder Physikpraktikum, auf dem Schulweg oder einfach nur beim wilden Herumtoben auf dem Schulhof
  • Notfallversorgung
  • Sanitätsbetreuung bei schulischen Veranstaltungen, z.B. der HG-Summernight, dem Wintersporttag oder Sportturnieren
  • Erste-Hilfe-Kurse für jüngere Schüler

Neue Kooperation mit dem DRK


Seit Beginn des Schuljahres wird unser Schulsanitätsdienst vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Heidenheim e.V. unterstützt. Die örtliche Nähe, die nette Betreuung und die Möglichkeit verschiedene Materialien und Hilfsmittel einfach ausleihen zu können, haben uns schnell überzeugt. Am 12.12.17 war es dann soweit, DRK Kreisgeschäftsführer Herr Brodbeck und Schulleiter unterzeichneten offiziell den Kooperationsvertrag. Eine Vertreterin der Barmer Versicherung war mit anwesend und überreichte uns einen tollen neuen Einsatzrucksack, worüber sich die anwesenden Schülerinnen und Schüler des Schulsanitätsdienstes, sowie die Verantwortlichen Lehrerinnen Christina Steck und Sabine Schwarz riesig gefreut haben. Damit ist der Schulsanitätsdienst nun für alle Notfälle bestens ausgerüste!

Erste Hilfe braucht Courage

Unter dem Motto: „Hinschauen, wo andere wegschauen, helfen wo andere wegrennen: Zivilcourage ist keine Selbstverständlichkeit“, hat der Schulsanitätsdienst des Hellenstein-Gymnasiums am 12. Oktober 2017 beim diesjährigen Mensa-Aktionstag unter dem Motto „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ einen Workshop angeboten. Es gab 5 Stationen, bei denen den Schülern Verständnis, Motivation und Vertrauen zur Courage in Bezug auf die Erste Hilfe vermittelt wurde. Bei der ersten Station, welche großes Erstaunen auslöste, bekamen die Schüler einen sogenannten Alterssimulationsanzug angezogen. Dieser verändert die Beweglichkeit von Hals, Beinen und Armen und erschwert zusätzlich das Gehen durch Gewichte, welche am Körper verteilt wurden. Mit Hilfe dieses Anzugs haben die Schüler am eigenen Körper erfahren wie schwer es für ältere Personen ist, Gegenstände aufzuheben oder nach einem Sturz aufstehen zu müssen. Bei der nächsten Station wurde die Herz-Lungen-Wiederbelebung ausführlich erklärt und den Schülerinnen verdeutlicht, wie wichtig hier die sofortige Hilfe ist. Die eigene Kondition und Ausdauer konnte anhand von Übungsphantomen bewiesen werden. Der Heimlich-Handgriff welcher eine lebensrettende Sofortmaßnahme ist, wurde in der dritten Station erklärt. Da dieser nur in wirklichen Notfallsituationen angewandt werden darf, um Verletzungen an Rippen und Organen zu verhindern, konnten die Schüler diesen an einer Rescue Choking Rettungsweste üben. Die vierte und fünfte Station waren Fallbeispiele, bei denen die Schüler nun in die Rolle eines Patienten und Ersthelfers schlüpfen durften. Sie bemerkten schnell, dass es im ersten Moment eine gewisse Überwindung kostet, eine verletze Person überhaupt anzusprechen und zu helfen. Doch die erste zögerliche Scheu wurde schnell abgelegt. Motiviert und Selbstbewusst konnten sie in den meisten Fällen die Verletzungen und Beschwerden herausfinden und Erste-Hilfe leisten. In einer gemeinsamen Abschlussrunde wurden noch offene Fragen der Schüler beantwortet. Viele äußerten sich, was ihnen am besten gefallen oder sie verwundert hat. Das Ziel der Motivation und des Selbstvertrauens zur Zivilcourage, sowie das nicht „weg schauen“, sondern helfen, wurde durch die Schulsanitäter des HGs an diesem Aktionstag erreicht. Gerne darf jeder interessierte Schüler beim SSD reinschnuppern und helfen das Hellenstein-Gymnasium noch sicherer zu machen.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle auch beim Deutschen Roten Kreuz, die uns das Material für die Stationen zur Verfügung gestellt haben.

Konstantin Aeugle