Unsere Schulsozialarbeiterin ist für euch da!

Liebe Schülerinnen und Schüler,

wir befinden uns alle in einer Situation, die so noch nie da war. Ihr seid gezwungen für die nächsten Wochen zu Hause zu bleiben und Euch den Unterrichtsstoff selbst anzueignen. Diese neue und ungewohnte Situation kann Unsicherheit und Stress verursachen. Nicht nur bei Euch, sondern auch bei Euren Geschwistern, Eltern und Freunden. Möglicherweise möchte die oder der eine oder andere gern mit jemandem sprechen, der etwas außerhalb steht und nichts mit Schule zu tun hat. Dies gilt natürlich auch für Eure Eltern.

Ich biete Euch hiermit an, mit mir per mail oder Telefon in Kontakt zu treten. Schreibt mir eine Mail an:

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Ich versuche dann so schnell wie möglich zu antworten!

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen und Euch in nächster Zeit in den Aufbau und die Organisation Eures „Home Office“ zu unterstützen. Ihr seid die erste Generation, die diese gigantische Aufgabe im Kontext Schule meistern dürfen. Ich werde Euch in den nächsten Tagen Themen rund um selbstständiges Arbeiten und achtsamen Umgang informieren.

Kathrin Minekov

 

 

Teil 12 - Hilfe in den Ferien

 

"Sei des Lebens immer froh. Wie’s kommen soll, kommt’s sowieso."

Wir haben es geschafft. Fast. Ab morgen sind Ferien. Endlich kein Homeschooling mehr. Aber der eine oder andere mag Sorge habe, an wen er sich in den Ferien wenden kann, wenn Probleme auftauchen. Solltet ihr nicht mit euren Eltern sprechen können, möchte ich euch verschiedene Möglichkeiten anbieten:

Ihr könnt mich immer unter der Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichen. Auch während der Ferien!


Telefonisch können folgende Stellen helfen:


Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Heidenheim: 07321/321-1671

TelefonSeelsorge (alle Zielgruppen): 0800 / 111 0 111 oder  0800 / 111 0 222

Muslimisches Seelsorgetelefon: 030 / 44 35 09 821
erreichbar rund um die Uhr, Anrufe dienstags auch auf Türkisch möglich

Nummer gegen Kummer (für Kinder, Jugendliche und Eltern):  116111 oder  0800 / 111 0 333
montags bis samstags von 14 - 20 Uhr
Elterntelefon:  0800 / 111 0 550
montags bis freitags 9 - 11 Uhr sowie dienstags und donnerstags 17 - 19 Uhr

Hilfetelefon - Gewalt gegen Frauen: 08000 / 116 016

Hilfeportal sexueller Missbrauch: 0800 / 22 55 530


Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass ihr ohne Probleme die Ferien übersteht und wir uns danach alle gesund und munter im „echten Leben“ wiedersehen!

 

 

Teil 11 - Die drei Siebe

 

„Alles nun, was ihr wollt dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch.“ (Matth 7:12)



Während des Homeschoolings haben wir Zeit. Zeit, um anderen Menschen eine Freude zu bereiten, aber auch Zeit anderen Menschen weh zu tun. Sei es im Klassenchat oder auf WhatsApp. Es wird gelästert, gemobbt und ausgegrenzt. Sieht ja keiner, magst du denken. Dem ist aber nicht so. Dank aufmerksamer Eltern kommen Meldungen auch bei mir an, was anderen angetan wird. Manche Schülerinnen und Schüler mögen meinen, das Smartphone sei eine rechtsfreie Zone. Bei allem was ihr tut oder auch nicht tut, denkt daran, es wird Konsequenzen haben. Es ist nie zu spät sein Verhalten zu ändern.

Bevor ihr etwas postet, macht es einfach wie Sokrates:

Die drei Siebe

Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung.


"He, Sokrates, hast du das gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen."
"Moment mal", unterbrach ihn der Weise. "hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"
"Drei Siebe?" fragte der Andere voller Verwunderung.
"Ja, mein Lieber, drei Siebe. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht.

Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"
"Nein, ich hörte es irgendwo und ..."

"So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst - wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist -, so doch wenigstens gut?"
Zögernd sagte der andere: "Nein, das nicht, im Gegenteil ..."

"Aha!" unterbrach Sokrates. "So lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich erregt?"
"Notwendig nun gerade nicht ..."

"Also", lächelte der Weise, "wenn das, was du mir das erzählen willst, weder erwiesenermaßen wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!"

 

 

Teil 10 - Lernen mit der ABC-Liste


Einige wissen ja schon, dass das meine Lieblingslernmethode ist. Sie erinnert an „Stadt-Land-Fluss“. Mit dieser Methode kann man auf spielerische Art und Weise Begriffe sortieren und sie aus dem Zusammenhang bringen. Etwas nicht im logischen Zusammenhang zu lernen fordert das Gehirn und es lassen sich neue Verbindungen knüpfen. Hier lernt das Gehirn also kreativ zu arbeiten.


Man kann es wie bei „Stadt-Land-Fluss“ auch zusammen spielen.


Schreibt dazu auf ein Blatt das „ABC“ untereinander. Für die Buchstaben X und Y könnt ihr getrost nur eine Zeile nehmen, da es in diesem Bereich eher weniger Begriffe geben wird. Denkt euch ein Thema aus, an dem ihr üben könnt: „Vornamen“, „Essen und Getränke“, „Städte“. Für Fortgeschrittene das Ganze auf Englisch, Französisch, Spanisch oder Chinesisch.


Wer schafft es in einer bestimmten Zeit so viel wie möglich Begriffe zum Thema zu finden?

Wer schafft es als Erster in jeder Zeile mindestens ein Wort zu schreiben?

Wie ihr im Laufe der Übung sehen werdet, fallen einem zu bestimmten Buchstaben ganz viele Begriffe ein, zu anderen eher weniger. Tauscht euch mit euren Partnern aus.

Wenn ihr Themen aus dem Unterricht behandelt, lernen sich so vielleicht Inhalte einfacher, zu denen man sonst keinen Zugang gefunden hat.

Liebe Lehrerinnen und Lehrer, ihr könntet so euren Schülerinnen und Schülern Themen vorgeben, die sie auf einer ABC-Liste sammeln und sich darüber austauschen. Mein Vorschlag für eine ABC-Liste in diesen Zeiten wäre: „Coronakrise - und was kann ich tun, um gesund durch die Zeit zu kommen.“


Viel Spaß beim Üben!

 

 

Teil 9 - Dank an die HG-Schulgemeinschaft

 

„Wenn du nicht lernen willst, kann niemand dir helfen. Wenn du etwas wissen willst, kann keiner dich aufhalten.“


Hallo, heute habe ich mich einmal als Schulsozialarbeiterin durch unsere HG-Homepage gearbeitet. Ich bin überwältigt von dem, was hier angeboten wird. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass ich damit noch gut zwei drei Wochen beschäftigt sein werde, um alles zu lesen und zu lernen. Die  Schülerzeitung, Unterrichtsmaterial und Spielevorschläge in Hülle und Fülle. Links auf Seiten, die eigentlich kostenpflichtig sind. Es wird Wissen preisgegeben, das ich mir sonst mühsam erarbeiten müsste. Die „Coronakrise“ setzt Aktivitäten frei, die es im „Normalfall“ nicht gegeben hätte.


So viel Information trägt aber auch Verantwortung und Dankbarkeit mit sich. Was bin ich bereit zu lernen, schätze ich die Angebote; oder schleicht sich vielleicht so eine Haltung ein, die mir sagt: „Ich erwarte es eigentlich.“


Jede App und jedes angebotene Programm sind immer nur so gut, wie der, der es benutzt. Schülerinnen, Schüler und Eltern (!) müssen sich nicht mehr alles mühsam aus den Schulbüchern erarbeiten, sondern bekommen es gut aufgearbeitet serviert. Ich bin froh und dankbar, dass es diese Angebote für uns alle geben kann und denke, dass wir haben einen großen Schritt in Richtung digitales Klassenzimmer geschafft haben.


Heute möchte ich mich auch einmal bei den Lehrerinnen und Lehrer unseres Gymnasiums bedanken, die es auch auf eine solche Entfernung schaffen Schülerinnen und Schüler zu motivieren, ein offenes Ohr für die Sorgen und Ärgernisse haben und unter nicht immer ganz so leichten Voraussetzungen arbeiten. Ein Schüler ist nur verantwortlich für sich selber, ein Lehrer für die gesamte Klasse. Danke, dass ihr so viel Mühen auf euch nehmt!


Ein Dankeschön auch an unsere Schulleitung, die in diesen Zeiten die wichtige Aufgabe der Koordination übernimmt: Welche Informationen an wen weitergeleitet werden, wer wie motiviert werden sollte und die Pflege unserer wirklich gut gelungen Homepage. Ein Dankeschön auch an euch, Schülerinnen und Schüler des HG, die ihr euch nicht unterkriegen lasst und mit viel Eigeninitiative euren Stoff zu Hause erarbeitet, die Resultate pünktlich weiterleitet und damit zeigt, wie sehr ihr das Angebot des Homeschooling zu schätzen wisst.

 

 

Teil 8 - Stressmagnet


„Meine Superkraft: Ich kann mich so lange in eine Sache hineinsteigern, bis sie zu einem Drama wird.“


Manchmal kommt man nicht zur Ruhe. Gedanken kreisen. Heute möchte ich euch dazu eine Übung von Evelyn Scotti vorstellen. Am besten wirkt sie, wenn ihr jemanden habt, der sie euch vorliest. Bei den drei Punkten sollte immer eine Pause sein, um die Übung in Ruhe nachvollziehen zu können.

Stelle dich aufrecht hin und spüre nach, wie deine Füße festen Kontakt mit dem Boden haben …

die Knie sind leicht gebeugt, die Arme und Hände locker an den Seiten …

versuche, den Rücken und den Kopf in einer geraden Linie zu halten – ohne Anstrengung …

und nun ziehe die Schultern kurz in Richtung Kopf, halte die Anspannung für einige Sekunden; atme dabei ruhig weiter …

und nun lass wieder los …

wenn du willst, kannst du die Augen jetzt oder später schließen …

stell dir vor, dass dein Kopf ganz leicht wird, als ob er von einem unsichtbaren silbernen Faden gehalten wird …

atme ruhig ein und aus …

ganz in deinem Tempo …

nimm auch die kurze Pause zwischen Aus- und Einatmen wahr …

und vielleicht beschäftigen dich noch Gedanken und Erlebnisse des heutigen Tages …

stelle dir nun vor, dass in einer beliebigen Stelle dieses Raumes ein starker Magnet steht oder hängt, der all diese Gedanken von ganz alleine an sich zieht …

alles Belastende bleibt dort hängen …

ganz von allein …
eine ganze Weile …
so lange wie du es willst …

schaue dabei zu, wie diese belastenden Gedanken, deine Sorgen …

einer nach dem anderen zu dem Magneten wandern …

und wenn du das Gefühl hast, auch dein Körper wird von dem Magneten  in eine Richtung gezogen, lasse noch ein wenig mehr los …

stelle dir vor wie deine Gedanken einen neuen Platz gefunden haben …

lasse sie dort verweilen, so lange wie du möchtest …

und nun komme in deinem Tempo wieder in die Realität zurück …

öffne deine Augen …

räkle und strecke dich, wenn du magst, gähne auch einmal ganz herzhaft …

 

 

Teil 7 - Ich hab es in der Hand


„Wort halten. Hand halten. Zueinander halten. Durchhalten.“

 

Viele Menschen haben im Moment das Gefühl ausgeliefert zu sein. Dem Virus, den Arbeitsbeschränkungen und  den leeren Regalen in den Supermärkten. Dies kann zu recht zu heftigen Reaktionen führen, die in Wut und Aggression umschlagen können.


Was haben wir eigentlich alle persönlich wirklich noch selber in der Hand?


Dazu eine Übung, die mir vorgestern eine nette Kollegin gezeigt hat. Nehmt dazu ein Blatt Papier und einen Stift. Legt die Hand auf das Papier und malt den Umriss eurer Hand.


In die Hand schreibt ihr, was ihr alles selber in der Hand habt. (Nein, das Wort STIFT kommt nicht vor. Das war mein Witz.) Könnt ihr entscheiden, was ihr essen wollt? Könnt ihr entscheiden, was ihr lernen wollt? Könnt ihr entscheiden, mit wem ihr reden wollt? Dies sollen nur ein paar Anregungen sein. Euch fällt bestimmt noch mehr ein.
Außerhalb der Hand schreibt ihr, was ihr abgeben könnt. Wofür ist ein anderer verantwortlich? Malt seine Hand dazu und schreibt die Punkte in seine Hand. Oder malt es. Je bunter, desto schöner. Man kann erkennen, wie viel man trotz alledem noch selber entscheiden kann. Wo meine Stärken liegen und wo die meiner Geschwister und Eltern. Sprecht darüber; mit euren Freunden, Eltern und Geschwistern.


Ich bin gespannt auf eure Ergebnisse. Schreibt mir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

 

Teil 6 - Eselsbrücken


Ich hoffe ihr habt alle den Kuchen von gestern überlebt und neue Kraft zum Lernen.


Das heutige Thema soll sich mit einer für euch (vielleicht) bekannten Lernmethode beschäftigen: Eselsbrücken. Sehr oft müssen wir uns Dinge merken, die irgendwie nicht in den Kopf wollen. Für diese hartnäckigen Fälle gibt es Eselsbrücken.

 

Dafür möchte ich euch auch gleich auffordern mir eure Eselbrücken unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu schreiben, die ich dann hier auch veröffentlichen werde.


Als Beispiel habe ich euch vier mitgebracht:


1. Reihenfolge der deutschen Bundeskanzler:
„Alle ehemaligen Kanzler bringen samstags knusprige Semmeln mit.“
Adenauer, Erhard, Kiesinger, Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder, Merkel


2. Afrikanische und indische Elefanten auseinanderhalten:
Die Ohren von afrikanischen Elefanten sind größer, weil auch Afrika größer ist als Indien.


3. Luther:
"17 vor und 17 nach
sind dem Luther seine Tag.
Und noch einmal 17 Jahr:
Die Bibel ist in Deutsch jetzt da."
Jetzt muss man sich nur noch merken, dass sich alles rund um das Jahr 1500 dreht: Luther wurde 1483 geboren, also 17 Jahre vor 1500. Im Jahr 1517 verfasste er seine berühmten 95 Thesen. Und 1534 beendete Luther die Übersetzung der Bibel ins Deutsche - seither gibt es die sogenannte Lutherbibel.


4. Geheimnummern
Ich hatte einmal eine Bankkarte mit der Nummer 4721, die sich einfach nicht merken lassen wollte. Mit: „4 mal 7 ist 21.“ klappte es plötzlich.
Ich weiß, dass es nicht 21, sondern 28 sein muss, aber so habe ich mein Hirn ausgetrickst und dieser „Fehler“ half mir diese Zahl zu merken.
Ihr seht, man kann sich Eselsbrücken auch gut selber basteln. Sie müssen nur zu einem passen.


Ich bin gespannt auf eure Eselbrücken.

 

 

Teil 5 - Ziele formulieren - inklusive Rezept für einen „Berg-und-Tal-Kuchen“ :-)

 

„Ein Ziel ist ein Wunsch mit Datum.“


Gestern haben wir über die Motivation zum Lernen gesprochen. Heute soll es darum gehen, wie ich ein Ziel formuliere.


Entscheidend sind 3 Punkte:


1.    Hauptziel formulieren
2.    Teilziele festlegen
3.    Eigenes Kopfkino


Ich werde versuchen es an einem Beispiel zu verdeutlichen und nehme mir ein fiktives Thema, das auch mir bekannt ist: Ich wünsche mir einen „Berg-und-Tal-Kuchen“.


1. Hauptziel formulieren


Mein Hauptziel wäre also: „Backe einen Kuchen“. Schön, wenn es so einfach wäre. Aber hier geht es schon los: Was für einen Kuchen? Wo steht das Rezept? Bis wann muss der Kuchen fertig sein? Wie vielen Personen soll er serviert werden? Welche Zutaten brauche ich? Habe ich alles vorrätig? Darf ich überhaupt alleine backen? Wen habe ich als Unterstützer?
Also das Hauptziel umformuliert: Ich backe einen „Berg-und-Tal-Kuchen“, das Rezept hole ich aus dem Post von Frau Minekov, der Kuchen sollte um 15:00 Uhr fertig sein, er sollte für mich, meine Eltern und meinen Bruder reichen. Die Zutaten dazu überprüfe ich anhand der Rezeptliste und mein Vater hilft mir beim Backen.

 


2. Teilziele formulieren


Die Teilziele sollten vier Merkmale aufweisen. Sie sollten terminiert sein, konkret, abrechenbar und positiv formuliert.
Teilziel 1: „Ich überzeuge meinen Vater in den nächsten 30 Minuten mit mir zusammen einen „Berg-und-Tal-Kuchen“ zu backen, der um 15:00 Uhr fertig ist.“


-    Terminiert: in den nächsten 30 Minuten
-    Konkret: wir backen zusammen
-    Abrechenbar: um 15:00 Uhr ist der Kuchen fertig
-    Positiv formuliert: es wurden keine Wörter verwendet, aus der Sammlung von NICHT, KEIN, NIE oder ähnlichem (Übrigens der schwierigste Teil.)


So arbeite ich mich in meiner Planung vor. Am besten du formulierst es für dich schriftlich. Gerade am Anfang ist es eine ungeheure Hilfe. Nach getaner Arbeit hast du so die Möglichkeit zum Abhaken und dich freuen, wie viel du geschafft hast.
Tipp: Je mehr Teilziele du formulierst, umso mehr Haken hast du am Ende des Tages und so zufriedener fühlt es sich an.
Tipp: Ich habe einen Satz negativ formuliert. „Verbrenne dir nicht die Finger.“ Frage dich, was du anstelle dessen machen möchtest und die Antwort darauf wäre: „Beim Backblech aus dem Ofen ziehen achte ich darauf, Schutzhandschuhe zu tragen.“ Oder „Ich lasse es meinen Vater machen.“

 


3.    Kopfkino


Stelle dir jetzt schon vor, wie gut der Kuchen gelingt. Wie du die gemeinsame Zeit mit deinem Vater in der Küche nutzt, worüber ihr reden könntet, welche „Dummheiten“ ihr zusammen machen könnt. Stell dir vor, wie der Kuchen schmecken wird, dass du etwas gelernt hast, was andere nicht können und nach der Ausgangssperre auch deinen Verwandten das Rezept vorstellen kannst.
Stell dir positive Dinge vor. Je positiver dein Kopfkino ist, desto leckerer wird der Kuchen. Versprochen.

Diese Zielformulierungen helfen in wirklich allen Lebenslagen. Vor allem sollen sie eine Hilfe sein euren Tagesablauf zu strukturieren und beim Lernen nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren.

 


Rezept „Berg-und-Tal-Kuchen“


Dazu brauchst du:


2 Tassen Milch
2 Tassen Mehl
1 Teelöffel Salz
4 Eier
2 Esslöffel Öl
Fett zum Bestreichen des Backbleches,
Puderzucker zum Bestreuen des Kuchens wenn du willst
eine große Rührschüssel
einen Schneebesen
ein Backblech, das auf allen Seiten zu ist
So wird’s gemacht:


1.    Backofen auf 250° einstellen. Die Backtemperatur sollte beim Einschieben des Backbleches erreicht sein.
2.    Rühre aus Mehl, Milch, Eiern und Salz mit dem Schneebesen einen glatten teig an.
3.    Mische zuletzt das Öl darunter.
4.    Leere den Teig auf das gefettete Blech und lasse ihn zerlaufen.
5.    Schiebe das Backblech in den heißen Ofen. Das Gelingen hängt wesentlich davon ab, dass du nicht vorzeitig den Ofen öffnest. Wenn du ein Schauglas an Backofen hast, kannst du beobachten, wie der Teig wellenartig steigt, so dass es wie Berg und Tal aussieht.
6.    Während der Kuchen im Ofen ist, räume die Küche wieder ordentlich auf.
7.    Das Gebäck ist nach ungefähr 15-20 Minuten fertig, wenn es an den „Bergen“ anfängt, leicht zu bräunen. Sofort anrichten und in 12 Stücke schneiden. Du kannst sie mit Puderzucker bestreuen und gekochtes Obst oder Marmelade dazu reichen.


Guten Appetit.

 

 

4. Warum will ich lernen?


Die schönsten Worte sind nicht: „Ich liebe dich“, sondern. „Nicht klausurrelevant“.

 
Letzte Woche habe ich damit angefangen euch zu erklären, wie ihr euren Arbeitsplatz organisiert und wie ihr einen eigenen Stundenplan nutzen könnt. Oft hilft aber alles nichts, wenn man kein Ziel vor Augen hat. Wofür das alles? Wenn diese und andere Fragen nicht geklärt sind, fällt es dem Gehirn schwer Informationen aufzunehmen.


Für die Einstimmung zum Lernen hilft es am Abend zuvor oder vor Beginn des Lernens sich folgende Fragen zu stellen:


-    Warum will ich lernen? Welchen Sinn macht das Ganze?
-    Was ist bis wann gefragt?
-    Wie gehe ich vor?
-    Wo finde ich Material zum Thema?


Sind diese Fragen wenigstens im Ansatz geklärt, kann das Lernen losgehen und wird um vieles effektiver sein.



Nun zum großen Fragezeichen: „Warum will ich lernen?“


WARUM will ich lernen?
-    Damit meine Mutter nicht schimpft.
-    Weil ich einen Abgabetermin habe.
-    Weil es was zu essen gibt, wenn ich fertig bin.


Warum WILL ich lernen?
-    Weil ich meiner Freundin / meinem Freund versprochen habe ihr / ihm den Stoff zu erklären.


Warum will ICH lernen?
-    Ich möchte nach der Scvhulschließung nicht der sein, der im Unterricht hinterher hängt.


Warum will ich LERNEN?
-    Weil ich nicht im Internet spielen darf und es irgendwie langweilig ist.
-    Ich möchte wissen, wie bestimmte Dinge funktionieren.


Wie ihr seht, sind manchen Antworten ganz einfach und haben nichts mit hohen Ansprüchen zu tun. Es muss nur für euch passen. Sucht euch passende Antworten, die auf eure Lerngewohnheiten zutreffen und ich verspreche euch, dass es euch leichter von der Hand gehen wird.

 

 

3. Dank an alle Eltern

Ich danke hiermit allen Eltern, die es in den letzten Tagen geschafft haben ihr Kind nicht vor die Tür zu setzen und immer noch ertragen. Nörgelnden, unmotivierten Kindern und Jugendlichen zu sagen, sie sollen trotz alledem für die Schule lernen nenne ich die Königsdisziplin der Erziehung. Sie sind nicht allein. Wie Ihnen geht es gerade sehr vielen Müttern und Vätern im Land.

Natürlich scheinen die Eltern den Auftrag und den Anspruch zu haben Nachhilfelehrerinnen und -lehrer zu sein. Aber überfordern Sie sich nicht. Was Ihre Kinder jetzt von Ihnen brauchen sind Liebe, Geborgenheit, Zuversicht und Struktur. (Und vielleicht ein gemeinsamer Kurs in Haushaltsführung und Kochen zu Hause.)

Sie verstehen das komplizierte E-Learning-Tool nicht oder schaffen es nicht Home-Office und Home-Schooling unter einen Hut zu bringen? Das ist alles nicht so tragisch. Nehmen Sie‘s mit Humor. Es werden Lösungen gefunden werden. Wenn nicht heute, dann morgen. Seien Sie nachsichtig. Mit Ihren Kindern, aber auch mit sich selbst. Sprechen Sie mit Freunden, Nachbarn und Eltern. Tauschen Sie Tipps aus, motivieren Sie sich gegenseitig. Und manchmal kann man sich im Stillen auch eingestehen, dass man es nicht mehr schafft. Holen Sie sich Hilfe. Dafür sind wir da. Nicht nur die Schulsozialarbeiterin, sondern auch die Schulleitung, und die Lehrinnen und Lehrer des HG. Schreiben Sie uns.

Bei uns zu Hause hängt ein Spruch, der mir in manch dunklen Stunden ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat. „Liebe mich am meisten, wenn ich es am wenigsten verdiene. Denn dann habe ich es am Nötigsten.“

 

 

2. Strukturieren eines Tagesablaufes

„Wecker auf 6:00 Uhr gestellt. Und noch 7% Akku. Jetzt entscheidet das Schicksal.“

„Wenn wir warten müssen und nichts zu tun haben, langweilen wir uns. Das kann zu kreativen Ideen führen, kann aber auch eine Verschwendung von Zeit sein. Zu viele Aufgaben auf einmal bearbeiten, kann dagegen eine Überforderung sein.“ (Lions-Quest)

 

Menschen mit einem strukturierten Tagesablauf schaffen effektiver und haben mehr Freizeit. Ich persönlich habe wie viele von Euch Schwierigkeiten mich zu überwinden und dran zu bleiben. Ein Tagesablauf, den ich mir gesetzt habe, hilft dabei unwahrscheinlich. Ganz so als würde man zu einer bestimmten Zeit an einem ganz bestimmten Ort sein müssen. Als Beispiel habe ich mir überlegt Euch einen Vorschlag zu unterbreiten, den ihr nach euren Gewohnheiten gern verändern könnt. Wenn ihr euch dann noch mit euren Freunden absprecht wann ihr gemeinsam Pausen macht, könnt ihr euch in dieser Zeit Nachrichten schicken und telefonieren. So bleiben auch eure sozialen Kontakte erhalten, ohne dass sich der andere gerade im Lernmodus befindet und euch nicht antwortet.

 

Lernt ihr dazu gemeinsam das gleiche Fach zur gleichen Zeit, könnt ihr effektiver zusammen arbeiten. Beispiel:

 

 

  • 9:00 – 10:30
    • Lernen von schwierigem und neuem Stoff
  • 10:30 – 11:00
    • Pause und Zeit mich mit meinen Freunden digital auszutauschen
  • 11:00 – 12:30
    • Wiederholungsaufgaben, Aufgaben lösen, Vokabeln lernen
  • 12:30 – 14:00
    • Mittagspause mit der Möglichkeit an die frische Luft zu gehen
  • 14:00 – 15:30
    • Lieblingsfach lernen, auf vielen Internetseiten und in der Mediathek verschiedener Fernsehsender findet ihr gute Angebote gerade in der „Coronazeit“! Tipps gibt es im HG E-Learning-Center
  • Um 15:30 Uhr ist Schluss.
    • Jetzt habt ihr Zeit Euch auch an frischer Luft zu bewegen (geht in die Natur, nicht in die Stadt) oder im Haushalt zu helfen.

 

 

Tipps für Eltern:

  • Begleiten Sie Ihre Kinder bei der zeitlichen Struktur von Start und Pause. Fragen Sie vor allem bei jüngeren Kindern nach, welches Fach gerade gelernt werden soll und kündigen Sie an, dass Sie im Bedarfsfall auch kontrollieren. So können Ihre Kinder gut von außen strukturiert werden und bleiben eher bei der Sache.
  • Unterbrechen Sie Ihre Kinder nicht beim Lernen und bitten Sie ihre Kinder nur in den lernfreien Zeiten um Hilfe im Haushalt.
  • Wenn alle Schüler gleichzeitig Pause machen, können sie die Zeit für wichtige soziale Kontakte über ihr Smartphone nutzen. Sprechen Sie sich dazu wenn möglich mit den Eltern der Klasse ab.
  • Seien sie flexibel mit den Internetzeiten. Zum Informationen beschaffen benötigt man das Internet, genauso um sich Sendungen der Mediathek anzuschauen. Begrenzen Sie aber die Zeiten, an denen Ihre Kinder „nur zocken“ wollen.

Ich bin gespannt, wie ihr es schafft, euch an feste Zeiten zu halten. Schreibt mir unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

1. Lernorganisation - Der richtige Arbeitsplatz

 „Ordnung ist, wenn man weiß, wo man gar nicht zu suchen braucht.“

  • Räume den Raum und den Arbeitsplatz an dem Du arbeiten möchtest auf!
  • Sorge dafür, dass der Raum, in dem Du arbeitest hell und gut durchlüftet ist!
  • Achte auf so wenig Ablenkung wie möglich:
    • Eltern und Geschwister informieren, dass man jetzt mit Lernen beginnt.
    • Wenn möglich, nicht benötigte Medien aus dem Raum verbannen.
  • Lege alle benötigten Materialien griffbereit!
  • Kurz Wohnung verlassen, vor der Tür durchatmen und dann „in die Schule gehen“!
  • Plane feste Zeiten und Pausen ein. (siehe Artikel morgen!)

Tipp für Eltern: Respektieren Sie die Arbeitsatmosphäre ihrer Kinder (als wäre es in der Schule)! Sorgen Sie für ein störungsfreies Arbeiten!

Ich bin gespannt, wie ihr es geschafft habt, Euren Home-Office-Platz einzurichten: Schreibt mir unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!