Chemie-Exkursion zur BASF


Interessierte Schülerinnen und Schüler der Chemiekurse aus beiden Kursstufen unternahmen zusammen mit Frau Lüder und Frau Grobe am 8.1.2020 eine Exkursion zur BASF nach Ludwigshafen. Im Visitor-Center erhielten sie Einblicke in die Standorte und Produkte der BASF, mit dem Bus ging es über das riesige Werksgelände vorbei an unzähligen Produktionsanlagen hin zu einer Anlage in der Ammoniak synthetisiert wird, z.B. zur Herstellung von Düngemitteln. Produktionsverbände von verschiedenen Produkten stehen nah beieinander und werden über ein komplexes Rohrsystem mit Chemikalien versorgt. Alle Produktionsanlagen benutzen das Rheinwasser zu Kühlungszwecken. Die BASF besitzt drei Kraftwerke und ebenso viele Häfen. Am Nordhafen gibt es ein erstaunliches Sicherheitssystem, um im Notfall Öl vor dem Eintreten in den Rhein zurückzuhalten. Durch ein Rohr kann mit hohem Druck Gas gepumpt werden, welches im Wasser eine Barriere aus Gasblasen bildet. 40% der An- und Auslieferungen auf dem Werksgelände erfolgen über das Wasser, jeweils 30% über Schienen und Straßen. Wenn auf dem Gelände an den Fackeltürmen ein großes Feuer brennt, wird gerade eine Produktionsstätte gestartet oder heruntergefahren. Es bedeutet also nicht, dass Gefahr besteht, sondern, dass der Betrieb normal läuft.
Der BASF-Standort in Ludwigshafen ist weltweit das größte zusammenhängende Chemieareal und besitzt ein eigenes Bussystem mit 12 Linien. Viele Straßen sind nach Chemikalien benannt, z.B. Ammoniakstraße oder Benzolring oder nach bedeutenden Chemikern wie Carl Bosch, einem der beiden Entwickler des Haber-Bosch-Verfahrens zur Ammoniak-Synthese. Für die Mitarbeiter gibt es zahlreiche Kantinen, ein Feierabendhaus, in dem Konzerte stattfinden, eine Kita und ein Fitnessstudio auf dem Werksgelände. In sogenannten „1-Liter-Häusern“ können Mitarbeiter wohnen. Diese sind besondere Energiesparhäuser, in denen pro m2 und Jahr nur 1 Liter Heizöl verbraucht wird.

Die Produkte der BASF sind in zahlreichen Bereichen zu finden: Sport & Lifestyle, Ernährung & Gesundheit,  Bauen & Wohnen, Automobilindustrie, usw. Gegründet wurde die BASF als Badische Anilin- & Soda-Fabrik im Jahr 1865. Da die BASF kaum Endprodukte herstellt ist ihr Name nicht auf den Produkten vermerkt und deshalb nicht so bekannt. Viele von der BASF hergestellte Chemikalien sind jedoch Ausgangsstoffe für andere Produkte, wie z.B. der Superabsorber, der in Windeln Flüssigkeit binden kann.

Sabine Grobe